Wolfsberg / Vlčí hora

Samstag 26.08.17
Ziel der heutigen Wanderung war der Wolfsberg (Vlčí hora) in der Böhmischen Schweiz.
Startpunkt war bei strömenden Regen und schwül-warmen Wetter in Zeidler (Brtníky). Allein die Anfahrt in diesen etwas abgelegenen Teil der Böhmischen Schweiz war wegen der kurvenreichen und sehr schmalen Straßen schon ein Abenteuer.
Erstes Highlight war gleich hinter dem Ort der Kreuzberg. Weiter ging es dann bergauf durch den Wald auf den Wolfsberg. Durch den Regen und die warmen Temperaturen war der Wald in leichten Nebel gehüllt. So stellt man sich in etwa einen Märchenwald vor…
Oben angekommen wurde sogleich der historische Aussichtsturm bestiegen. Bei schönem Wetter hat man hier eine grandiose Aussicht. Aber wie bereits beschrieben war der Berg in dichten Nebel gehüllt und man sah so gut wie nichts. Aber wenigstens hörte nun der Regen auf und die Sonne kam langsam zum Vorschein.
Der Wolfsberg ist vulkanischen Ursprungs und dabei entstanden auch die Basaltsäulen.
Nach kurzer Rast ging es dann durch die Ortschaften Wolfsberg und Langengrund (Dlouhý Důl) weiter nach Khaa (Kyjov).. Hier war dann die nächste Rast in einem netten böhmischen Biergarten.
Mit frisch ausgeglichenem Flüssigkeitshaushalt ging es dann Richtung Khaatal. Dabei wurde die ehem. Dorfschule passiert. Direkt dahinter befindet sich ein alter Friedhof mit verfallenen Gräbern aus der Zeit als dieses Gebiet noch deutsch war. Mich beschleicht da immer ein eigenartiges Gefühl, wenn man so die Grabsteine liest und man sich vorstellt, wie die Menschen damals innerhalb von wenigen Stunden ihre Heimat und die ihrer Vorfahren verlassen mussten.
Hinter dem Friedhof beginnt dann der sogenannte Felsensteig. Ein sehr abwechslungsreicher Wanderpfad mit kleinen Felsentoren und Höhlen der dann in´s Khaatal absteigt. Weiter ging es dann durch dieses Tal entlang der Kirnitzsch bis irgendwann der Aufstieg zur Feenhöhle beginnt. Nach wenigen Metern war dann diese Höhle erreicht.
Um anschließend nicht weiter durch das Tal zu laufen, wählten wir den Aufstieg durch die Schlucht direkt neben der Höhle. Das war zwar nicht ganz legal, aber dafür fanden wir jede Menge Pilze.
Oben angekommen erreichten wir wieder einen regulären Weg der uns dann bei herrlichem Sonnenschein wieder zurück nach Zeidler führte.

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